Jedem Hundebesitzer ist doch schon einmal aufgefallen, dass der eigene Vierbeiner meistens ganz genau weiß, wann es Fressen gibt oder der erste Spaziergang ansteht. Doch woher kommt das?
Hunde haben, ähnlich wie wir Menschen, eine innere Uhr. Unsere Hunde kennen uns und unsere Verhaltensweisen sehr gut. So hat eine amerikanische Forscherin herausgefunden, dass Hund im Alltag die meiste Zeit damit beschäftigt sind, uns zu beobachten. Sie wissen genau, was wir als Nächstes tun. So weiß der kleine Dackel von Frau N. ganz genau, dass seine Fressenszeit ist, sobald Frauchen mit ihrer Gabel am Boden ihres eigenen Tellers die letzten Rest aufkratzt.
Hunde orientieren sich an unseren festen Tagesabläufen, Gewohnheiten und auch dem Tageslicht. Letzteres macht sich bei vielen Hundebesitzern vor allem nach einer Zeitumstellung bemerkbar.
Interessant ist: Verlässt du deine Wohnung, verändert der Raum seinen Duft. Dieser Duft verblasst nach einer gewissen Zeit. Hunde nehmen mit ihrer feinen Nase genau diese Veränderungen auf und können so ganz genau einschätzen, wie lange du schon weg bist und wie lange es in etwa dauert, bis du wieder kommst.
Selbstverständlich spielen auch die Lichtverhältnisse eine Rolle. Logische Fixpunkte des Tages werden je nach Stand der Sonne abgespeichert. Der hauptsächliche Taktgeber sind Hormone. Melatonin wird vermehrt bei Dunkelheit produziert und macht Tiere müde.
Das würde in vielen Fällen auch erklären, weshalb dein Hund schon an der Tür wartet oder unruhiger wird, wenn du kurz vor dem Heimkommen bist. Viele Hunde sind sogar dazu in der Lage, Tage abzuschätzen. Steht jeden Samstagnachmittag der gemeinsame Hundetreff an, sind die Hunde schon morgens aufgedreht, weil sie genau wissen, dass der „Samstag“ gekommen ist.


