Der Darm – das 2. Gehirn

Wusstest du, dass ein gesunder Darm der Schlüssel zu einem gesunden Körper und einem gesunden Geist ist?

Das gilt nicht nur für uns Menschen, das gilt natürlich auch für unsere flauschigen Freunde!

Der Darm ist:

🍽 Wichtigstes Verdauungsorgan, er kümmert sich zum Großteil um die Verdauung von Nährstoffen und die Regulierung des Wasserhaushaltes.

🦠 Zentrales Immunorgan, der Darm beherbergt die meisten Immunzellen und der deutlich überwiegende Teil der Immunabwehr findet im Darm statt.

🧫 Zuhause der Mikroorganismen und Bakterien.

📏 Größtes inneres Organ.

🧠 Der Darm hat sein eigenes Nervensystem (ENS – Enterisches Nervensystem), welches autonom arbeitet. Dennoch ist es direkt verbunden mit dem ZNS.

Dieses „zweite Gehirn“ ist nahezu das Abbild des Kopfhirns: Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren sind exakt identisch. Das Darmhirn steuert Nachbarorgane, koordiniert Muskel- und Infektabwehr und reagiert mit Nervenbotenstoffen direkt auf Veränderungen.

Jeder Organismus hat seine ganz eigene individuelle Mikrobiota – je nach Lebensform, Haltung, Ernährung etc. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle, um eine effektive Darmflora aufzubauen. Leider ist aufgrund von Mangel- oder Fehlernährung, einer gestörten Psyche oder anderer Faktoren genau diese kleine persönliche „Armee“ an winzigen Bakterien nicht im Gleichgewicht. Scheinbar „banale“ Gründe, wie zum Beispiel ein Umgebungswechsel, Umweltfaktoren oder Stress wirken sich vor allem bei äußerst sensiblen Hunden schnell auf die Darmgesundheit aus. Daraus entwickeln sich Allergien, die vorher nie da gewesen waren, Verdauungsbeschwerden, Lustlosigkeit bis hin zu einer Depression. Auch hier zeigt sich erneut, dass der Darm nicht nur Einfluss auf die offensichtlichen physischen Belange des Tieres hat, sondern auch auf die Psyche.

Eine Darmsanierung oder eine Unterstützung des Darms ist besonders sinnvoll nach Magen-Darm-Infekten, chronischem Durchfall oder Blähungen, Antibiotikagabe, Immunschwäche, Allergien oder nach Operationen.

Bei einem Magen-Darm-Infekt dringen ungewünschte Bakterien in den Organismus ein und schädigen die körpereigenen Bakterien. Eine gesunde und starke eigene Darmflora reagiert natürlich widerstandsfähiger, sobald Schädlinge eindringen. Ein Infekt wird hier deutlich besser überstanden. Stress oder körperliche Belastung beeinflussen die Darmtätigkeit ebenfalls. Auch Antibiotika sind dazu da, Bakterien zu beseitigen. Je nach Antibiotikum kann dies auch einen negativen Einfluss auf die eigene Darmflora haben. Eine zu häufige Behandlung mit Antibiotika sollte vermieden werden.

Als Mensch kann man dieses Phänomen besonders gut an dem Sprichwort „etwas aus dem Bauch heraus entscheiden“ nachempfinden, wir „Schmetterlinge im Bauch“ haben oder negative Emotionen uns „auf den Magen schlagen“.

Also: Unterschätzt und vernachlässigt niemals euren Darm oder den Darm eures Vierbeiners!

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