HD – sind nur die Gene schuld?

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine der bekanntesten Erkrankungen des Bewegungsapparates beim Hund.

Besonders gefürchtet ist diese Erkrankung bei Hundebesitzern mit großen Hunden und besonders bekannt sind hier vor allem Schäferhunde. Die Zucht zum abgesenkten Rücken ist – zum Glück – weitestgehend abgeschafft, jedoch leiden noch viele Hunde an einer Hüfterkrankung. Häufig betroffen sind mittlerweile auch Rassen wie der Labrador oder der Golden Retriever.

Tendenziell gilt: je kleiner der Hund, desto geringer die Wahrscheinlichkeit auf eine Hüftdysplasie. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel und auch kleine Hunde sowie Katzen können daran erkranken.

Die HD ist häufig angeboren und auch Hunde aus einer sehr guten Zucht sind nicht grundsätzlich davor geschützt.

Es handelt sich um eine Entwicklungsstörung, bei der die Gelenkpfanne des Beckens und die Kugel des Oberschenkels sich nicht passend zueinander entwickeln und somit nicht ineinander greifen.

Betroffene Hunde zeigen insgesamt einen unsicheren Gang, vermeiden es lange Strecken zu laufen, haben Probleme beim Aufstehen und lahmen stark. Sie sind schmerzempfindlich und tänzeln sehr beim Laufen.

Man geht davon aus, dass nur die Hälfte aller Hüftgelenksdysplasien vererbt ist, die andere Hälfte wird besonders begünstigt durch eine falsche Fütterung. Ebenso kann die genetische Veranlagung durch eine falsche Ernährung begünstigt werden.

Zu viel Futter führt zu einer schnellen Zunahme an Fett- und Muskelmasse. Die Gelenke können mit dieser Wachstumsgeschwindigkeit nicht mithalten und werden somit zu stark belastet. Die Knochen und der Bewegungsapparat kommen nicht hinterher und so entstehen Fehlentwicklungen.

Viele Züchter empfehlen innerhalb der ersten 18 Lebensmonate ein HD-Röntgen. Hier zeigt sich schon früh, ob der Hund betroffen ist.

Sollte der Hund an einer Hüfterkrankung leiden, folgt hier oft eine Operation (Prothesen, Goldakkupunktur, Goldimplantate etc.). Physiotherapie oder Wassergymnastik ist für betroffene Hunde sehr wichtig! Durch eine starke Muskulatur, lässt sich die instabile Hüfte meist sehr gut unterstützen.

Mein Tipp: Welpenfutter nicht zu lange füttern! Sollte der Hund an der Hinterhand höher wachsen als vorne, sollte das Futter sofort umgestellt werden. Dies ist immer ein erstes Anzeichen für ein zu rasches Wachstumsverhalten.

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